Ankunft in Larnaca


Mit sehr wenig Gepäck bin ich in Larnaca Flughafen angekommen. angekommen. Ich hatte den Sitz 1C und so war ich einer der ersten, welche das Flugzeug verlassen konnte.
Auf der Suche nach einem Bus in die Stadt scheiterte ich jedoch. Dann ging ich zurück zum Flughafengebäude um zu schauen ob es eine Auskunft gab. Ich war schon auf der Rolltreppe zum Abflugbereich als ich die Auskunft für die Busse entdeckte.
Also wieder hinunter. Die Dame in der Auskunft hatte es eilig, sie wollte gerade weggehen als ich sie nach dem Bus fragte. Sie sagte nur: "please follow me" und wir fuhren wieder die Rolltreppe nach oben zum Abflugbereich.
Von dort ging eine Brücke zur Straße wo ein Bus stand. Die Dame stieg in den Bus und wechselte ein paar Worte mit dem Fahrer. Dann konnte ich einsteigen und kaufte das Ticket.
Es war nicht gerade weit bis zu meiner Unterkunft. Ich hatte die Adresse auf Google Maps eingegeben und als die Entfernung weniger als 1km war stieg ich bei der nächsten Haltestelle aus. Es war nicht weit zum Strand und so machte ich ein erstes Foto.




Die Unterkunft war in einem Privathaus. Sie kostete nur 11€. Luxus konnte ich keinen erwarten.
Das Zimmer war OK. Der Vermieter, der sich als Daniel vorstellte auch.
Dann passierte jedoch das erste Missgeschick. Ich ging auf die Toilette und wie ich wieder die Tür aufmachen wollte, ging sie nicht auf. Sooft ich den Schlüssel auch hin und herdrehte und Klinke herunterdrückte, die Tür blieb verschlossen.
Ich klopfte an der Tür und nach einer Weile kam Daniel um zu fragen was los sei. Ich erklärte ihm dass die Tür nicht mehr aufgeht und probierte noch ein paar Mal sie zu öffnen. Sie blieb verschlossen und ich wollte weder den Schlüssel noch das Schloss kaputt machen. Daniel sagte mir durch die Tür, dass ich den Schlüssel aus dem Fenster werfen sollte, dann könnte er es von außen versuchen. Dazu musste ich auf die Badewanne klettern. Es war ein Kippfenster mit Fliegengitter. Das Fenster ging gerade so weit auf, dass ich die Hand durchstrecken konnte. Hinuntersehen konnte ich nicht, da das Fenster zu hoch war. Mit Mühe und Not konnte ich das Fliegengitter lösen.
Als mir Daniel von unten zurief dass ich werfen sollte, nahm ich den Schlüssel in die Hand. Ob das wohl gutgeht, dachte ich mir. Er könnte ja irgendwo hinfallen wo man ihn nicht erreichen kann. Kurzentschlossen warf ich den Schlüssel hinaus. Es dauerte eine Weile und Daniel probierte es von seiner Seite aus. Auch ohne Erfolg. Was mache ich jetzt? Muss ich in der Badewanne übernachten?
Lauter eigenartige Gedanken kamen auf. Ich hatte das Handy bei mir. Das Internet funktionierte auch. Ich schrieb meiner Frau auf WhatsUp was passiert sei. Sie antwortete zwar gleich, konnte mir aber auch nicht helfen. Da kam mir eine Idee. Das Handy hatte auch eine Taschenlampen App. Mit etwas mehr Licht, sah ich im Spalt zwischen Tür und Türstock was passierte wenn ich die Türklinke drückte. Normalerweise geht ja der Schnapper zurück wenn man auf die Türklinke drückt, doch in diesem Fall tat sich nichts. So, der Fehler war gefunden. Der Schnapper lies sich nur von meiner Seite aus hineindrücken. Das würde mit einem Schraubenzier funktionieren. Leider war im Bad weder ein Scraubenzieher noch sonst was, das so ähnlich ausschaute. Da sagte mir Daniel, er würde mir eine Klinge unter der Tür hindurchschieben und ich sollte damit versuchen die Klinke hineinzudrücken. Tatsächlich kam jetzt eine Klinge unter der Tür zum Vorschein.Daniel hatte den Griff eines Messers vom Messer weggenommen und die Klinge passte genau hindurch. Ich probierte es damit, doch auch ohne Erfolg. Wir starteten einen zweiten Versuch mit einer größeren Klinge. Es gelang mir die Klinke hineinzudrücken und Daniel konnte die Tür aufdrücken. Ich konnte ja nicht gleichzeitig die Tür aufdrücken.
Was für eine Erleichterung, ich war befreit.
So, jetzt konnte ich mir die Stadt ansehen.
Ich ging am Strand entlang bis ich zu einer Festung kam. Hinter der Festung war eine Kirche. Was war das wohl für Kirche?
Ein Schild gab mir Auskunft. Es war die Kirche des Lazarus, der ein Freund von Jesus war. Ich schaute im Handy nach was wohl darüber zu finden sei.
Zum Verkaufen war er wohl nicht.
Ich fand aber folgenden Text;

Der entsprechenden Bibelstelle des Johannes gemäß, kam Jesus mit seinen Jüngern vier Tage nach dem Tod seines Freundes in Bethanien an. Dort begegnete er die Schwestern von Lazarus, die über den Verlust ihres Bruders trauerten und ihn sogleich zu seinem Grabmal führten. Kaum waren sie dort angekommen, verlangte
us, dass man den Stein entfernte, der das Grab verschloss, und sagte dann den bekannten Spruch „Lazarus komm heraus“. Im selben Augenblick erschien Lazarus in seinen Leichentüchern, warf diese von sich ab und ging nach Hause.
Ich ging in die Kirche hinein. Es ist eine Orthodoxe Kirche.


Unter der Kirche ist der Sarkophag des Heiligen  Lazarus.Er ist leer.Laut Wikipedia sind die Gebeine aus dem Sarkophag  nach Konstantinopel gebracht worden, von wo sie 1204 von den Kreuzrittern geraubt und nach Marseille gebracht wurden. Von da gelangten sie in die Kirche St. Lazare in Autun in Burgund, wo sie heute verehrt werden.

Auf dem Weg zurück in meine Unterkunft kam ich bei Katia, einem Touroperator vorbei.
Sie war recht freundlich und gab mir eine Liste mit den möglichen Tagesausflügen. Für Morgen wäre ein Ausflug nach Framagusta, im Norden Zyperns angesagt gewesen. Den wollte ich buchen. Katia rief bei der Nummer auf der Liste an. Etwas enttäuscht musste sie mir mitteilen, dass aus mangelndem Interesse die Ausflüge diese Woche nicht angeboten würden.
Das konnte ich mir gut vorstellen, ich sah ja kaum Touristen unterwegs.

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